Der § 4 Abs. 4a EStG hat von vornherein seine Tücken. Unsere Leserin hat aber gleich noch eine weitere Falle aufgespürt, die wir Ihnen in Ergänzung zu unserer Sonderausgabe „Der zu tiefe Griff in die Kasse“ nicht vorenthalten wollen!


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  • Überentnahme 

Die Leserfrage:

Dank Ihrer Sonderausgabe habe ich zum ersten Mal verstanden, worum es bei dem sperrigen Thema „Überentnahmen“ (§ 4 Abs. 4 a EStG) überhaupt geht. Ich habe z. B. nicht gewusst, dass die Zinsen des Kreditkartenrahmens auch dazugehören. Schöne Falle. Verstehe ich das alles richtig: Angenommen, bei einer Betriebsprüfung werden in meinem Geschäft Betriebsausgaben nicht anerkannt. Der Betriebsprüfer münzt diese Ausgaben in Privatentnahmen um. Das ist ja schon Strafe an sich, da dadurch ja mein zu versteuernder Gewinn erhöht wird. Aber wird es dann nicht auch so sein, dass die Sache über den § 4 Abs. 4 a EStG gleich noch einmal zu Buche schlägt? Oder mache ich einen Denkfehler?

Das Team SteuerSPARbrief antwortet:

Kompliment! Sie haben die Ausführungen der Sonderausgabe scharfsinnig weitergedacht – und haben fast recht!
Der rückwirkend aberkannte Betriebsausgabenabzug führt nicht nur zu Privatentnahmen, einem höheren steuerlichen Gewinn und dadurch zu einer höheren Steuer. Er hat auch Einfluss auf die Überentnahmen. Allerdings kommt es hier eher zu einer Minderung, da durch den höheren Gewinn ja zwangsläufig rückwirkend eine geringere Überentnahme entsteht. Das macht man am besten durch Rechenbeispiele deutlich.

Zur Anschauung: der Fall Boutique Schäfer fortentwickelt

Nehmen wir zum einen den Grundfall „Boutique Schäfer“ aus der Sonderausgabe 12/11, S. 3, um uns den Fall der Zinsminderung zu verdeutlichen.

 
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