Im Zeitalter von Abwanderung und Überalterung der ländlichen Gebiete keine Seltenheit: Eine Mietimmobilie macht ständig Minus, das Mietrecht schützt die verbleibenden Mieter – und dann will das Finanzamt auch noch die Verluste streichen!


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  • Immobilie, Mietvertrag

Die Leserfrage:

Mein Vermögen habe ich vor der Wende mit einem Autohaus im damaligen Westen gemacht. Dieses Autohaus habe ich später verpachtet. Die Pachterträge und mein Erspartes sind sozusagen die „Rente“, von der ich lebe. Ferner habe ich gleich nach der Wende ein Mehrfamilienhaus nördlich von Berlin geerbt. Leider erweist sich das Haus bis heute als Groschengrab. Einige Wohnungen stehen leer; es gibt einfach keine Interessenten. Ich zahle bei dem Haus von Anfang an drauf. Nun ist meine Steuererklärung seit Jahren sehr schlank, insbesondere, weil seit der Abgeltungsteuer auch noch die Anlage KAP wegfällt. Trotzdem veranlagt das Finanzamt ständig unter dem Vorbehalt der Nachprüfung, obwohl ich seit Jahren immer gleich alle Belege mit vorlege. Ein Anruf bei meinem Finanzbeamten ergab nur eine ungehaltene kurze Antwort: Man wolle hinsichtlich der Immobilie prüfen, ob „Liebhaberei“ vorliege und dann eventuell Konsequenzen ziehen. Was bedeutet das? Dürfen Finanzbeamte eigentlich so muffelig sein oder sind sie dem Rat suchenden Bürger nicht hilfeleistungs- und auskunftspflichtig? Ich könnte das Haus – zwar deutlich unter Wert – auch verkaufen, aber nur ohne die Mieter. Kann ich das alles endlich loswerden?

Der SteuerSPARbrief antwortet:

Gegen muffelige Finanzbeamte ist in der Praxis leider kaum ein Kraut gewachsen. Zwar legt ihnen § 89 Abs. 1 AO gewisse Beratungspflichten auf. Die meisten Finanzbeamten sind aber ganz offiziell der Auffassung, dass dafür Steuerberater und nicht sie zuständig seien.

 
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