Der Bundesfinanzhof hat mit Urteilen vom 20.05.2026 (Az. II R 26/24 und II R 27/24) eine wichtige Grundsatzentscheidung zur Grundsteuerreform getroffen: Das baden-württembergische Landesmodell verstößt nach Auffassung der Richter nicht gegen das Grundgesetz.
Spenden an gemeinnützige Einrichtungen im Ausland sind steuerlich nicht automatisch begünstigt. Der BFH hat jetzt klargestellt: Bei Zuwendungen an eine Stiftung in der Schweiz gelten strenge Nachweispflichten nach deutschem Recht. Fehlen die erforderlichen Unterlagen, droht der vollständige Verlust des Sonderausgabenabzugs.
Schon geringe gewerbliche Tätigkeiten oder Beteiligungen können bei Personengesellschaften erhebliche steuerliche Folgen auslösen. Besonders die Seitwärts- und Aufwärtsabfärbung führt in der Praxis immer wieder zu unerwarteten Belastungen – bei der Einkommensteuer ebenso wie bei der Gewerbesteuer.
Vorsteuer gezogen – aber die Leistung nie erhalten? Genau das ist vielen Unternehmern schon passiert. Der aktuelle BFH-Fall zeigt: Es kommt nicht immer darauf an, ob wirklich geliefert wurde.
Dieses Urteil lässt aufhorchen: Auch wenn dem Arbeitnehmer ein Firmenwagen zur Verfügung steht, können berufliche Fahrten mit einem Privatfahrzeug durchgeführt werden und steuerlich absetzbar sein.
Spenden, Patenschaften, Crowdfunding: Viele digitale Geschäftsmodelle finanzieren sich über freiwillige Beiträge. Doch sind diese Zahlungen umsatzsteuerpflichtig? Ein aktuelles Finanzgerichtsurteil verneint den Leistungsaustausch – die Revision beim BFH läuft.
Am 12.11.2025 hat der Bundesfinanzhof (BFH) in drei richtungsweisenden Entscheidungen (Az.: II R 25/24, II R 31/24 und II R 3/25) erstmals die verfassungsrechtliche Zulässigkeit der Grundsteuer‑Bewertungsregeln im sog. Bundesmodell überprüft – und sie bestätigt. Damit schafft das höchste deutsche Steuergericht Rechtssicherheit für Unternehmen und Selbstständige mit eigenem Grundbesitz.